Bava Metzia 201

Kapitel 201

א חוץ מן ההוצאה:
1 außer den Auslagen.
ב שטף נהר זיתיו: אמר עולא אמר ריש לקיש לא שנו אלא שנעקרו בגושיהן ולאחר שלש
2 W<small>ENN EINEM EIN</small> S<small>TROM SEINE</small> O<small>LIVENBÄUME FORTGERISSEN HAT</small>. U͑la sagte im Namen des Reš Laqiš: Dies wurde nur von dem Falle gelehrt, wenn sie mit der Wurzelerde fortgerissenwurden, und nach drei Jahren,
ג אבל בתוך שלש הכל של בעל הזיתים דאמר ליה אי את נטעת בתוך שלש מי הוה אכלת
3 innerhalb der drei Jahre aber gehört alles dem Eigentümer der Olivenbäume, denn er kann zum anderen sagen: auch wenn du selber solche gepflanzt hättest, dürftest du sie innerhalb der drei Jahre nicht essen. —
ד ולימא ליה אי אנא נטעי לאחר שלש הוה אכילנא ליה כוליה השתא קאכלת פלגא בהדאי
4 Jener kann ihm ja aber erwidern: wenn ich solche gepflanzt hätte, so würde nach drei Jahren alles mir gehört haben, nun aber teilst du mit mir!? —
ה אלא כי אתא רבין אמר ריש לקיש לא שנו אלא שנעקרו בגושיהן ובתוך שלש אבל לאחר שלש הכל לבעל הקרקע דאמר ליה אי אנא נטעי לאחר שלש מי לא הוה אכילנא ליה כוליה
5 Vielmehr, als Rabin kam, sagte er im Namen des Reš Laqiš: Dies gilt nur von dem Falle, wenn sie mit der Wurzelerde fortgerissen wurden, und innerhalb der drei Jahre, nach drei Jahren aber gehört alles dem Eigentümer des Bodens, denn er kann zum anderen sagen: wenn ich selber solche gepflanzt hätte, so würde nach drei Jahren alles mir gehören. —
ו ולימא ליה אי את נטעת בתוך שלש לא הוה אכלת השתא קא אכלת פלגא בהדאי משום דאמר ליה אי אנא נטעי הוה קטיני וזרענא תחותייהו סילקא וירקא
6 Jener kann ihm ja aber erwidern: wenn du solche gepflanzt hättest, so dürftest du innerhalb der drei Jahre nichts essen, nun aber teilst du mit mir!? — Dieser kann ihm entgegnen: wenn ich solche gepflanzt hätte, wären sie klein, und ich könnte unter diesen Mangold und Kräuter pflanzen.
ז תנא אמר הלה זיתיי אני נוטל אין שומעין לו מאי טעמא אמר רבי יוחנן משום ישוב ארץ ישראל אמר ר' ירמיה כגון דא צריכא רבה
7 Es wird gelehrt: Wenn jener sagt, er wolle seine Olivenbäume zurückhaben, so höre man nicht auf ihn. — Weshalb? R. Joḥanan erwiderte: Wegen der Besiedelung des Jisraéllandes. R. Jirmeja sagte: So etwas muß seinen Meister haben.
ח תנן התם ר' יהודה אומר המקבל שדה אבותיו מן הנכרי מעשר ונותן לו
8 Dort haben wir gelernt: R. Jehuda sagte: Wenn jemand von einem Nichtjuden ein Feld seiner Vorfahren in Quotenpacht übernommen hat, so muß er zuerst den Zehnten entrichtenund ihm nachher [seinen Anteil] geben.
ט סברוה מאי שדה אבותיו ארץ ישראל ואמאי קרו לה שדה אבותיו שדה אברהם יצחק ויעקב
9 Sieverstanden unter ‘Feld seiner Vorfahren’ ein Feld im Jisraéllande, und zwar heißt es deshalb ‘Feld seiner Vorfahren’, weil es ein Feld von Abraham, Jiçḥaq und Ja͑qobist,
י וקסבר אין קנין לנכרי בארץ ישראל להפקיע מיד מעשר
10 demnach ist er der Ansicht, ein Nichtjude könne im Jisraéllande keinen [Grundbesitz] eignen, um [den Ertrag] der Verzehntung zu entziehen,
יא ומקבל כחוכר דמי מה חוכר בין עבד ובין לא עבד בעי עשורי ומיתן ליה דכי פורע חובתו דמי אף מקבל נמי כי פורע חובתו דמי מעשר ונותן לו
11 und daß ferner der Quotenpächter einem Ganzpächter gleiche, wie ein Ganzpächter den Zehnten entrichten und ihm gebenmuß, einerlei ob er [das Feld] bestellt hat oder nicht, denn es ist ebenso als würde er eine Schuldbezahlen, ebenso ist es auch bei einem Quotenpächter, als würde er eine Schuld bezahlen, somit muß er zuerst den Zehnten entrichten und ihm nachher herauszahlen.
יב א"ל רב כהנא לרב פפי ואמרי לה לרב זביד אלא הא דתניא רבי יהודה אומר המקבל שדה אבותיו ממציק נכרי מעשר ונותן לו מאי איריא מציק אפילו אין מציק נמי
12 R. Kahana sprach zu R. Papi, manche sagen, zu R. Zebid: Es wird gelehrt: R. Jehuda sagte: Wer von einem nichtjüdischen Gewalttäterdas Feld seiner Vorfahren in Pacht übernommen hat, muß zuerst den Zehnten entrichten und ihm nachher [seinen Anteil] geben. Weshalb wird dies demnach von einem Gewalttäter gelehrt, dies gilt ja auch von einem, der nicht Gewalttäter ist!?
יג אלא לעולם יש קנין לנכרי בארץ ישראל להפקיע מיד מעשר ומקבל לאו כחוכר דמי
13 Vielmehr, tatsächlich kann ein Nichtjude [Grundbesitz] im Jisraéllande eignen, um [den Ertrag] der Verzehntung zu entziehen, auch gleicht ein Quotenpächter nicht einem Ganzpächter,
יד ומאי שדה אבותיו שדה אבותיו ממש ולדידיה הוא דקנסוה רבנן דאיידי דחביבא עליה טפי ואזיל מקבל לה אבל איניש דעלמא לא
14 nur ist unter ‘Feld seiner Vorfahren’ ein Feld seiner wirklichen Vorfahren zu verstehen; ihnhaben die Rabbanan gemaßregelt, denn da esihm lieb ist, nimmt er es in Pacht, auch wenn er mehr zahlenmuß, einen anderen aber nicht. —
טו ולדידיה מ"ט קנסוה רבנן אמר ר' יוחנן כדי שתהא ברה בידו
15 Weshalb haben ihn die Rabbanan gemaßregelt? R. Joḥanan erwiderte: Damit [das Feld] in seiner Hand gesichertbleibe.
טז אמר רבי ירמיה כגון דא צריכא רבה
16 R. Jirmeja sagte: So etwas muß seinen Meister haben.
יז איתמר היורד לתוך שדה חבירו ונטעה שלא ברשות אמר רב שמין לו וידו על התחתונה ושמואל אמר אומדין כמה אדם רוצה ליתן בשדה זו לנוטעה
17 Es wurde gelehrt: Wenn jemand sich in das Feld seines Nächsten ohne dessen Erlaubnis gesetzt und es [mit Bäumen] bepflanzt hat, so schätze man, wie Rabh sagt, den Wert, und er hat die Unterhand; Šemuél aber sagt, man schätze, wieviel jemand für die Bepflanzung eines solchen Feldes zahlenwürde.
יח אמר רב פפא ולא פליגי כאן בשדה העשויה ליטע כאן בשדה שאינה עשויה ליטע
18 R. Papa sagte: Sie streiten nicht, einer spricht von einem Felde, das zur Bepflanzung geeignet ist, und einer spricht von einem Felde, das zur Bepflanzung nicht geeignet ist.
יט והא דרב לאו בפירוש איתמר אלא מכללא איתמר דההוא דאתא לקמיה דרב א"ל זיל שום ליה א"ל לא בעינא א"ל זיל שום ליה וידו על התחתונה א"ל לא בעינא
19 Die Ansicht Rabhs wurde aber nicht ausdrücklich gelehrt, vielmehr wurde sie aus einem Schlusse gefolgert. Einst kam nämlich ein solcher Fall vor Rabh, da sprach er zu ihm: Geh, schätze esihm. Dieser erwiderte: Ich wünsche esnicht. Darauf sprach er zu ihm: Geh, schätze es ihm, und er soll die Unterhand haben. Dieser erwiderte: Ich wünsche es nicht.
כ לסוף חזייה דגדרה וקא מנטר לה א"ל גלית אדעתיך דניחא לך זיל שום ליה וידו על העליונה
20 Später sah er, daß dieser [das Feld] umzäunt und es bewacht hat; da sprach er zu ihm: Du hast nun bekundet, daß es dir wohl erwünscht ist; geh, schätze es ihm, und er soll nun die Oberhand haben.
כא איתמר היורד לתוך חורבתו של חבירו ובנאה שלא ברשותו ואמר לו עציי ואבניי אני נוטל רב נחמן אמר שומעין לו רב ששת אמר אין שומעין לו
21 Es wurde gelehrt: Wenn jemand die Ruine seines Nächsten ohne dessen Erlaubnis bezogen und sie renoviert hat, und zu ihm daraufsagt, er wolle sein Holz und seine Steine mitnehmen, so höre man, wie R. Naḥman sagt, auf ihn; R. Šešeth sagt, man höre auf ihn nicht.
כב מיתיבי רשב"ג אומר בית שמאי אומרים שומעין לו וב"ה אומרים אין שומעין לו לימא רב נחמן דאמר כב"ש
22 Man wandte ein: R. Šimo͑n b. Gamliél sagte: die Schule Šammajs sagt, man höre auf ihn, und die Schule Hillels sagt, man höre auf ihn nicht. Demnach wäre R. Naḥman der Ansicht der Schule Šammajs!? —
כג הוא דאמר כי האי תנא דתניא שומעין לו דברי ר' שמעון בן אלעזר ר' שמעון בן גמליאל אומר בית שמאי אומרים שומעין לו וב"ה אומרים אין שומעין לו
23 Er hält es mit dem Autor der folgenden Lehre: Man höre auf ihn — so R. Šimo͑n b. Elea͑zar. R. Šimo͑n b. Gamliél sagte: Die Schule Šammajs sagt, man höre auf ihn, und die Schule Hillels sagt, man höre auf ihn nicht. —
כד מאי הוי עלה א"ר יעקב אמר ר' יוחנן
24 Wie bleibt esdamit? R. Ja͑qob erwiderte im Namen R. Joḥanans: